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Sandra Klein

Sandra Klein kam nie so recht von den Brettern los, die die Welt bedeuten. Viele Jahre als Hobby getarnt, wurde die Schauspielerei zwar nicht zum Beruf, aber zur Berufung, und das Theater an sich zum Zweitjob.

1996 stieg sie als Statistin ins Dudweiler Statt-Theater ein, dem sie fast 10 Jahre die Treue hielt.
Dort war sie als Urmel in „Urmel aus dem Eis“, Rebecca in „Kloß im Hals“, als Tyrante in „Crazy- Total verrückte Hexen“ und als Herzkönigin in „Alice im Wunderland“ zu sehen.

Nach ihrer ersten Regiearbeit für „Statt-Theaters Fliegenden Zirkus“, erfüllte sie sich mit der Inszenierung von „Romeo und Julia“ und der Rolle des Mercutio einen doppelten Traum.

Seit 2003 ist sie Mitglied des Neunkircher Musicalprojektes, welches ihr neue Möglichkeiten eröffnen sollte. Hier spielte sie in „The Casting“ die Rolle der Kelly und in „Merlin- wir können auch anders“ die Larissa. 2003 machte sie einen weiteren Abstecher nach Neunkirchen und übernahm die Rolle des gestiefelten Katers im gleichnamigen Weihnachtsmärchen des Theaters Kulisse.

Diverse Praktika, z.B. beim theater überzwerg und im Zeltpalast Merzig überzeugten Klein, dass eine Abwendung vom eigentlichen Beruf hin zum Theater die richtige Entscheidung sein würde.

Nach einer Hospitanz im Saarländischen Staatstheater entschied sie sich zudem, in Zukunft weiter mit Amateuren arbeiten zu wollen.

2005 nahm sie beim Statt-Theater ihren Hut und gründete ihre eigene Truppe, die Bohemian Company, in der sie seitdem als künstlerische Leitung, Regisseurin und Schauspielerin tätig ist. Mit der ersten Produktion der Company - Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ - brach Klein mit den Bohemians zu neuen Ufern auf.

Zu ihren Traumrollen zählen hauptsächlich unverantwortliche Männerrollen, aber Rollen wie die Marquise de Merteuil in „Gefährliche Liebschaften“ oder die der Kaiserin Nymphomania in „Mel Brooks´ verrückte Geschichte der Welt“ wären für Klein durchaus verführerisch.

Ihre Vorbilder und ihr Halt in allen Lebenslagen sind ihre Eltern und ihr Partner, Ensemblemitglied Jochen Sauer.

2006 nahm Klein erneut mit der Rolle der Hotelmanagerin Bertha Stark am Musicalprojekt Neunkirchen teil.

Von Kindesbeinen an ein Fan von Alexandre Dumas, seines Zeichens einer der größten und beliebtesten Romanciers Frankreichs, war sie stolz, mit der  Inszenierung „Die Jugend der Musketiere“ (nach einer Übersetzung von Maike Claussnitzer) ein Originalstück des Meisters auf die Bühne bringen zu können. Mit der Rolle des Musketiers Athos erfüllte sich zudem ein lang gehegter Wunsch und der Versuch einer weiteren unverantwortlichen Hosenrolle.

Im "Sommernachtstraum" spielte sie ihr Alter Ego Khan - einen verwirrten Regisseur - und in der Musik-Revue "Bohemian Dreams" die Isabeau, eine Frau zwischen zwei Männern.

Beim Neunkircher Musicalprojekt folgten weitere Spielzeiten und weitere Rollen: die Phomania in "Lysistrate" und Marina von Achenbach in "Stumm".

Zur ihrer Freude durfte sie 3 Jahre lang am Reformklassenprojekt des theaters überzwerg teilnehmen, in dessen Zuge sie Schüler der ERS Freiherr von Stein in Wiebelskirchen als Theaterpädagogin unterrichtet hat.

In der Neuinszenierung von "Romeo und Julia" übernahm sie ein weiteres Mal die Rolle der Mercutio. Und wie könnte es anders sein - nach ihrer Regie in "Von Mäusen und Menschen" folgte mit Hamlet wieder eine Männerrolle.

In Letterland dagegen durfte es mit der Rolle der Marie-Luise mal ein richtiges Weibsbild sein.
Darauf folgte die Laura in der Lesung von Nick Hornbys Kultroman "High Fidelity".
Und ganz entgegen ihrer üblichen Rollen kehrte Klein der Damenwelt auch als unterkühlte Gräfin Elena in "Kean" noch nicht den Rücken.

In "Maria Stuart" kam mit der Rolle der Elisabeth eine neue Herausforderung für Klein. 

2014 begann aufregend - zunächst die Titelrolle in "Frau Suitner" - dem ersten Stück des Volkstheaters in der Kettenfabrik, welches Klein nochmal mit Vorbild und Mentor Martin Leutgeb zusammen brachte. Unter seiner Regie gleich die nächste Herausfoderung - zum ersten Mal in Mundart spielen.

Zusammen mit Ensemblekollege Andreas Blaesius startete Klein 2014 ein weiteres Projekt - die Bandformation 7th Stair.

Doch das weitaus schönste Erlebnis kam im Mai 2014, als sie ihrem langjährigen Partner und Ensemblekollegen Jochen Sauer das Jawort gab.

Mit der Rolle des Hagen in "Die Nibelungen" ist eins bewiesen: die Hosenrollen werden für Klein nie langweilig.
In "Bohemian Wonder Years", der Jubiläums-Musik-Revue der Company feierte sie als Elisabeth das 10-jährige Bestehen ihrer Truppe.

2016 bringt Klein eine wohlverdiente Schaffenspause - sie gibt die Inszenierung von "Dinner für Spinner" in die fähigen Hände von Ensemblemitglied Nicolas Schneider. Einen kleinen Cameoauftritt als Krankenschwester in der Komödie von Francis Veber ließ sie sich allerdings nicht nehmen.

Mit der Inszenierung von "Ein Käfig voller Narren" erfüllt sich für sie nun ein langersehnter Traum.